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TAMBUM
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TAMBUM

Vier Kinder, keine gemeinsame Sprache — ein gemeinsamer Beat.

Ein elektronisches Ensemble-Instrument: vier Stimmen — Bass, Akkorde, Flächen, Melodie — und in der Mitte der Master, der Tempo und Musikrichtung für alle führt. Drehen, tippen, halten: Nach einer Minute steht der erste gemeinsame Loop.

Noch nicht käuflich — aber buchbar: Vorführungen und Workshops.

Das gebaute Instrument

Kein Entwurf.
Es steht und es klingt.

TAMBUM ist eine runde Platte auf kindgerechter Höhe, in deren Sockel Licht sitzt. Darauf liegen fünf Scheiben mit orangefarbener Fassung — vier Stimmen und der Master. Wer drumherum steht, greift von jeder Seite gleich weit in die Mitte, und Achtjährige kommen genauso heran wie Zwanzigjährige.

Für wen es gemacht ist: für Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwanzig, die zusammen Musik machen sollen, ohne dass vorher jemand Noten lesen, ein Menü verstehen oder auch nur dieselbe Sprache sprechen muss. Genau diese Gruppe fällt bei üblichen Instrumenten heraus — dort steht die Belohnung am Ende von Wochen Übung, hier steht sie am Anfang.

Und die Kleinen? Gedacht ist TAMBUM ab acht. Dass auch Vierjährige davorstehen und mitspielen, war in den Workshops immer wieder zu sehen — drücken und hören braucht keine Vorkenntnis, und die Platte ist niedrig genug, dass sie von selbst hinkommen.

Was der Nachbau weiter unten auf dem Bildschirm zeigt, steht hier auf den Displays des echten Geräts: dieselben Modi, dieselben Ringe, dieselben Notennamen.

Zwei Personen spielen gemeinsam am runden TAMBUM-Tisch, im Sockel leuchten farbige Lichter
Zwei Hände, ein Tisch
Nahaufnahme einer Scheibe in Gelb: das Display zeigt KEYS 1, eine Klaviatur, die Notennamen C#4 F#3 A3, die Tonleiter C min pent und den Modus INSTR; dahinter unscharf eine zweite Scheibe
Der Keys-Puk
Nahaufnahme einer Scheibe in einer Hand: das Display zeigt einen Drehregler mit Metallschliff, die Aufschrift DELAY und darunter den Wert 14
Das Effekt-Poti
Nahaufnahme einer Scheibe zwischen zwei Fingern: das Display zeigt HIPHOP über einer Trennlinie und darunter HOUSE in Magenta
Zwei Richtungen, ein Knopf
Draufsicht auf drei Scheiben des TAMBUM-Tischs: oben konzentrische grüne Ringe, in der Mitte ein großes Wiedergabe-Dreieck, unten eine blaue Wellenkontur mit der Aufschrift DRUMS
Drei Scheiben, drei Bilder
01Der Raum

Dienstagnachmittag,
Rütli-Campus.

In Berlin-Neukölln sitzen an einem Tisch Kinder und Jugendliche, die zu Hause Türkisch sprechen, Arabisch, Ukrainisch, Deutsch. Manche sind acht, manche zwanzig. Manche sind hier geboren, manche seit ein paar Monaten hier.

Diese Konstellation ist nicht für eine Studie zusammengestellt worden. Sie ist der Alltag einer außerschulischen Einrichtung, in der regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird.

Was macht man mit einer Gruppe, in der niemand sicher sein kann, dass der Nachbar versteht, was er gerade sagt?

4 Sprachen an einem Nachmittag — türkisch, arabisch, ukrainisch, deutsch
8–20 Jahre alt. Kein Jahrgang, eine Gruppe
2 Jahre Feldarbeit, bevor die erste Zeile Code entstand
In der Werkstatt des Jugendclubs Manege Neukölln

Beim Projekt „Rhythm Hacker", gefördert vom Bezirksjugendring Neukölln, bauen Kinder und Jugendliche hier ihre eigenen Soundmaschinen: Sie entwerfen, löten und verkabeln — und spielen am Ende Beats auf dem Gerät, das dabei entstanden ist. Zwei Workshopphasen haben aus dieser Idee ein Instrument gemacht.

  1. 2024Erste Workshopphase

    Aus Pappe wird ein Instrument

    Die Teilnehmenden bauen nichts nach, sie entwerfen: erst die eigene Bedienoberfläche auf Papier, dann aus Pappe und Bastelmaterial. Am Ende steht „MANEGE BEAT" — Arcade-Knöpfe auf Karton, jeder mit einer Aufgabe, die sich die Teilnehmenden selbst ausgedacht haben.

    Über 20 Kinder und Jugendliche waren dabei. Zwei Beobachtungen aus diesen Nachmittagen bestimmen alles Weitere: Kinder unter acht drücken überall — jeder Druck muss zu Klang führen. Und sobald ein Gerät Schrift verlangt, fällt die Hälfte der Gruppe heraus.

    Jugendlicher an einer selbst gebauten Beatmaschine aus Pappe mit bunten Tasten
    Beatmaschine — Teil 1 Werkstatt, 2024
    Beatmaschine aus Pappe mit Arcade-Knöpfen, beschriftet mit MANEGE BEAT
    „MANEGE BEAT" Prototyp aus Pappe, 2024
  2. 2025Zweite Workshopphase

    Beatmaschine 2.0 — der erste echte Prototyp

    Aus dem Pappmodell wird ein funktionierendes Gerät, gebaut auf Basis des Pocket Operator von Teenage Engineering, mit selbst gebauten RGB-Knöpfen. Jetzt wird gelötet und verkabelt — gelöst ist alles rein elektrisch, ohne eine Zeile Code.

    Und der Tisch wird rund: in vier farbige Viertel geteilt, jedes mit eigenen Knöpfen. Niemand muss erklärt bekommen, wo sein Platz ist — die Farbe sagt es. Ein runder Tisch hat kein Kopfende.

    Ein Kind verkabelt an einer Werkbank eine kleine Platine, im Hintergrund eine Tafel
    Beatmaschine 2.0 Werkstatt, 2025
    Runder Werkstatt-Tisch, in vier farbige Viertel geteilt, mit roten und weißen Arcade-Knöpfen
    Vier Farben, vier Plätze Werkstatt-Tisch, 2025
  3. HeuteDas Instrument

    Auf dieser Basis entsteht TAMBUM

    Fünf runde Scheiben auf einem runden Tisch: vier Stimmen und in der Mitte der Master, der Tempo, Tonart und Musikrichtung für alle zusammenhält. Auf dem Display stehen einzelne Begriffe, kein Satz, den ein Kind lesen müsste — und jeder Druck klingt.

    TAMBUM ist ein neuer Bau, kein weiterentwickelter Prototyp. Aus den Werkstätten stammt die Erkenntnis, nicht die Elektronik. Und der Unterschied ist nicht nur technisch: eine Maschine zu bauen verlangt Werkzeug, Geduld und Vorsicht — auf ihr zu spielen verlangt nichts davon. Das sind zwei verschiedene Prozesse, und deshalb erreicht TAMBUM Gruppen, für die die Werkstatt nie gedacht war.

    Der gebaute TAMBUM-Tisch von oben: zwei Hände spielen auf der runden Platte, vier Scheiben im Kreis und der Master in der Mitte leuchten
    TAMBUM, gebaut Foto — der gebaute Tisch von oben
    Der ganze Tisch Schaubild — vier Stimmen, in der Mitte der Master
    Von oben: zwei Kinder stehen am TAMBUM-Tisch und greifen gleichzeitig auf verschiedene Scheiben, alle fünf leuchten, im Sockel läuft Licht
    Mehrere Kinder, ein Tisch Draußen und drinnen, 2026

    Kinder gehen an den Tisch und probieren, ohne dass ihnen jemand erklärt, wie er funktioniert. Gefilmt, wie es war, mit allem Suchen, Warten und Ausprobieren, das dazugehört.

    Eine Person spielt mit beiden Händen gleichzeitig auf zwei Scheiben des fertigen TAMBUM-Tischs, die Scheiben leuchten
    Allein, mit beiden Händen Ein Puk pro Stimme, 2026
    Zwei Hände am TAMBUM-Tisch: ein Finger drückt eine Scheibe, auf deren Display ein Muster steht
    Töne ablegen Ton für Ton, 2026
    Von oben gesehen: vier Kinderhände greifen von allen Seiten auf die Scheiben des TAMBUM-Tisches, der Sockel leuchtet blau und grün
    Wenn es dunkel wird Abends, 2026
    Draufsicht auf die runde TAMBUM-Platte im Freien: drei Scheiben mit orangem Ring, mehrere Kinderhände greifen gleichzeitig von verschiedenen Seiten zu
    Hände von allen Seiten Im Freien, 2026
    Nahaufnahme der Tischplatte von oben: mehrere Hände liegen gleichzeitig auf verschiedenen Scheiben
    Gleichzeitig greifen Im Freien, 2026
    Der Tisch von oben, ringsum stehen Kinder und spielen; die Scheiben sitzen im Kreis auf der Platte
    Rund um den Tisch Im Freien, 2026

Von den Prototypen bis zum fertigen Instrument

Bild antippen für die ganze Geschichte
02Das Problem

Musik verbindet.
Instrumente trennen.

Dass gemeinsames Musizieren Kinder und Jugendliche zusammenbringt, ist gut belegt. Eine deutsche Längsschnittstudie mit 159 Grundschulkindern hat es gezeigt — türkisch, russisch, ukrainisch, polnisch, gemeinsam im Ensemble. Frankenberg et al. 2016 ↗

Nur: Ensemble-Spiel setzt etwas voraus. Man muss ein Instrument beherrschen oder es lernen. Lernen heißt Anleitung. Anleitung heißt Sprache.

Und die Werkzeuge, die ohne Vorbildung auskommen sollen — Apps, Software, Controller — bestehen fast immer aus Menüs, Symbolen und englischen Wörtern. Wer nicht lesen kann oder die Sprache nicht kennt, ist wieder draußen.

Genau in dieser Lücke steht dieses Projekt: Es gibt Forschung zu Musik mit geflüchteten Kindern. Es gibt Forschung zu anfassbaren Interfaces beim Lernen. Wo sich beides kreuzt, ist bisher kaum jemand gewesen.

SOUND PATTERN SETTINGS EXPORT AUDIO MIDI SYNC CHANNEL LATENCY
Der übliche Weg: Menüs öffnen Menüs, alles auf Englisch — wer nicht lesen kann, kommt nicht bis zum ersten Ton
TAMBUM: eine Fläche, ein Ring — der erste Ton kommt vor dem ersten Wort

Warum nicht einfach ein Klavier? Auch das kommt ohne Beschriftung aus. Aber es verlangt Vorleistung: 88 Tasten, von denen gerade sieben zur Tonart passen. Zwei Hände, die Verschiedenes tun. Noten — also wieder Lesen. Der erste Monat klingt nach Üben, nicht nach Musik. Die Gitarre verlangt davor noch Griffe, die kleinen Händen wehtun. Die Belohnung liegt hinter Wochen von Übung — und viele geben vorher auf.

TAMBUM verlegt die Belohnung an den Anfang. Der erste Anschlag ist ein fertiger, guter Klang — im Tempo, in der Tonart, im gemeinsamen Beat, weil der Master alle zusammenhält. Tippen und Drehen kann jede Hand sofort, ohne Kraft, ohne Griffe. Und das Zusammenspiel steht nicht wie beim Instrument am Ende eines langen Wegs, sondern am Anfang: Vier Kinder ohne jede Vorerfahrung spielen nach einer Minute zusammen — im selben Tempo, in derselben Tonart. Wer danach Klavier oder Gitarre lernen will, weiß bereits, wofür.

Ein Instrument, das keine Erklärung braucht, ist hier kein Komfort. Es ist die Voraussetzung fürs Mitmachen.

03Warum rund

Der Kreis macht
aus vieren ein Ensemble.

Ein runder Tisch hat kein Kopfende. Es gibt keinen Platz, der besser ist als ein anderer — und genau das verändert, wie Kinder und Jugendliche miteinander spielen.

Niemand steht vorn

Am eckigen Tisch entsteht sofort eine Rangordnung: Wer am Kopfende sitzt, führt. Im Kreis ist jede Hand gleich weit vom mittleren Knopf entfernt. Wer das Tempo bestimmt, wird abgesprochen — es ist keine Frage des Sitzplatzes und kein Privileg der erwachsenen Person.

Jeder sieht jeden

Wer gleich einsetzt, erkennt man am Gesicht gegenüber, nicht an einer Ansage. Kinder und Jugendliche ohne gemeinsame Sprache verständigen sich über Blicke und Nicken — der Kreis ersetzt die Worte, die es nicht gibt.

Zuhören wird sichtbar

Auf den Scheiben der anderen laufen die Bilder ihrer Klänge mit. Man hört nicht nur, dass jemand spielt — man sieht es. Das lenkt die Aufmerksamkeit von der eigenen Hand auf die Gruppe, und genau dort beginnt Zusammenspiel.

Warum auch die Knöpfe rund sind

Eine eckige Fläche hat eine Leserichtung: oben, unten, links, rechts. Sie muss richtig herum vor einem liegen — wer schräg davorsteht, sieht sie verkehrt. Eine runde Scheibe hat keine falsche Seite. Sie funktioniert aus jeder Richtung gleich und kann deshalb mitten auf einem Tisch liegen, um den vier Kinder stehen.

Der Ring ringsherum führt den Gedanken zu Ende: Drehen hat keinen Anfang und kein Ende. Man kann nicht danebengreifen und nirgends anstoßen — wer weiterdreht, kommt wieder an. Für alle, die nicht lesen können, ist das der Unterschied zwischen Ausprobieren und Steckenbleiben.

Was das mit dem Verhalten macht

Der Kreis gibt jedem denselben Abstand zur Mitte und damit dieselbe Erlaubnis. Wo niemand vorn steht, wartet auch niemand darauf, drangenommen zu werden. Genau das ist in den Werkstätten zu beobachten: keine Schlange, keine Zuteilung, sondern vier Hände, die gleichzeitig anfangen.

Weil alle Klänge in dieselbe Tonart und in denselben Takt fallen, klingt das Ergebnis nach einer Minute nach einem Stück. Der Kreis stellt die Gruppe gleich, das Instrument macht ihr Zusammenspiel hörbar — darum geht es: nicht „ich kann etwas", sondern „wir klingen zusammen".

MITTE nah nah KOPFENDE weit weit vier verschiedene Abstände
Eckig: Die Plätze sind ungleich. Zwei sitzen dicht an der Mitte, zwei weit weg — und einer davon ist das Kopfende. Wer dort steht, führt, ohne dass es jemand verabredet hätte
gleich gleich gleich gleich ein einziger Abstand
Rund: Alle vier Hände sind gleich weit vom Master entfernt. Es gibt kein Kopfende — wer führt, wird abgesprochen statt durch den Sitzplatz entschieden
04Fass es an

Keine Sätze.
Sechs Modi.
Dreh am Ring.

Fünf runde Knöpfe auf einem runden Tisch. Vier davon sind Stimmen, der in der Mitte führt.

Menüs gibt es sehr wohl — nur keine Sätze. Auf den Displays stehen einzelne Begriffe: DRUMS, TEMPO, der Name des Klangs, die Tonart. Lesen muss man sie nicht, denn jeder Modus hat zusätzlich sein eigenes Bild. Sechs Modi ordnen alles, was das Instrument kann, und sie bauen aufeinander auf: erst spielen und aufnehmen, dann Effekte, Tempo, Mischung, Musikrichtung. Man arbeitet immer am zuletzt Gespielten weiter.

Was du hier siehst, ist keine Abbildung — es ist das Instrument, im Browser nachgebaut. Die Schlagzeug-Klänge sind dieselben Dateien, die auch am echten Tisch spielen. Probier es aus: einen äußeren Knopf antippen, seinen Klang weiterschalten, dann den mittleren gedrückt halten.

Echt sind die Klänge: dieselben Aufnahmen, die auch am großen Tisch aus den Lautsprechern kommen. Nachgebaut ist die Bedienung — ein flacher Bildschirm statt Drehgeber. Und die Instrumenten-Stimmen erzeugt hier ein kleiner Browser-Synthesizer, am echten Tisch übernimmt das Ableton Live.

Aufnahme läuft. Spiel auf jedem Knopf — rechts im Raster siehst du, was ankommt. Zum Beenden noch einmal auf Fertig tippen.

Ton startet beim ersten Klick — Browser erlauben Klang erst nach einer Geste.

Groove-Raster

Vier Schlagwerk-Spuren, vier Instrumente — getrennt, wie im echten Set. Der Modus beim Aufnehmen bestimmt, in welche Zeile es geht.

Aufgenommen am Tisch

Elf Aufnahmen des fertigen Instruments, so gespielt und mitgeschnitten, wie sie am Tisch entstanden sind. Dieselben fünf Scheiben, jedes Mal ein anderes Stück.

    05Mit Kindern entwickelt

    Der härteste Test
    sind Kinder unter acht.

    Das Konzept ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern an Nachmittagen mit Kindern — aus dem, was sie sofort begreifen, und dem, was sie verwirrt. Zwei Prinzipien tragen es.

    Ein Kreis, kein Baum — in einem Menübaum muss man zurückgehen, um woanders hinzukommen, und kann sich verlaufen. Hier liegt jede Auswahl auf einem Ring: immer weiterdrehen, und man ist wieder am Anfang. Es gibt keinen falschen Weg und kein Zurück
    SPIELEN BEOBACHTEN VERBESSERN
    Nie fertig — jede Begegnung mit Kindern schärft das Konzept weiter

    Eine Ebene, nichts zu verfehlen

    Kinder unter acht drücken überall — also führt jeder Druck zu Klang und nie in ein Menü. Was es nicht gibt, kann niemanden aufhalten: keine Ebenen, keine Einstellungen, kein Falsch.

    Übrig bleibt das Spielen. Drehen wählt den Klang, Tippen spielt ihn — mehr muss niemand wissen.

    Beobachten statt vermuten

    Wie TAMBUM funktioniert, entscheiden am Ende die Kinder und Jugendlichen: Wo sie zögern, wird vereinfacht — was sie sofort begreifen, bleibt. So hat die Erfahrung das heutige Konzept herausgearbeitet, und so wird es weiter verbessert.

    Als Nächstes: Musik-Spiele. Kleine Spielformen auf denselben fünf Knöpfen, die aus dem gemeinsamen Loop ein gemeinsames Ziel machen.

    Acht Musikrichtungen stecken im Master — jede bringt ihr eigenes Tempo, ihre eigenen Klänge und ihre eigenen Effekte mit:

    HipHop90 BPM

    Breiter, gemächlicher Beat — viel Platz zwischen den Schlägen.

    House124 BPM

    Gleichmäßiger Puls auf jeder Zählzeit, der alle mitnimmt.

    Techno132 BPM

    Gerade und maschinell — Musik aus dieser Stadt.

    Ambient70 BPM

    Weite Flächen, kaum Schlagzeug — zum Hinhören und Runterkommen.

    Trap140 BPM

    Schnelle HiHats über halbem Tempo — klingt langsam und flirrt doch.

    Funk110 BPM

    Federt und stolpert mit Absicht — der Beat tanzt von allein.

    Reggae75 BPM

    Der Schlag liegt hinten, die Betonung zwischen den Zeiten.

    DnB174 BPM

    Die schnellste Runde — rollende Trommeln unter ruhigem Bass.

    Jedes Genre bringt sein eigenes Tempo und seine eigenen Klänge mit — beim Wechsel passt sich alles sofort an. So lernen Kinder, Musikrichtungen zu unterscheiden, und produzieren sie am Ende selbst.

    06Was dabei gelernt wird

    Zusammenspiel.
    Und nebenbei: Noten.

    Was Kinder hier zuerst lernen, ist Zusammenspiel — über die Hand, nicht über die Erklärung. Eine Schleife aufnehmen heißt: verstehen, dass Musik in Runden läuft. Etwas darüberlegen heißt: verstehen, was eine Schicht ist.

    Gleichzeitig zeigt jeder Puk, was gerade klingt: als Tasten auf einer Klaviatur und mit Notennamen im richtigen Register — C2 zum Beispiel. Der Keys-Puk zeigt ganze Dreiklänge direkt auf dem Display. So verbindet sich, was man hört, mit dem, was es auf einem Klavier wäre — und mit den Namen der einzelnen Noten.

    Und noch etwas, das seltener vorkommt: Instrumente kann man selbst programmieren. Die Knöpfe bauen auf dem quelloffenen M5Stack Dial auf — in einem Coding-Workshop lernen Jugendliche, solche Geräte selbst zu programmieren, auf Wunsch mit KI-Werkzeugen als Hilfe.

    RUNDE SCHRITT SCHICHTEN
    Eine Schleife ist eine Runde: Sie beginnt von vorn, statt zu enden. Jeder Puk legt seine Schicht darüber — Schritt für Schritt wächst der gemeinsame Track

    Spielen

    Antippen, hören, wiederholen. Ab der ersten Minute.

    Verstehen

    Warum klingt das zusammen? Was passiert, wenn ich das ändere?

    Verändern

    Eigene Klänge, eigener Groove, eigene Reihenfolge.

    Bauen

    Für die Älteren: löten, flashen, den Code lesen.

    So entsteht eine Melodie

    Aufnehmen geht Ton für Ton: einen Ton legen, den Ring einen Schritt weiterdrehen, den nächsten darüber. Nach ein paar Runden steht eine Melodie — oder am Keys-Puk eine Akkordfolge. Nichts davon kann schief klingen, denn spielbar sind nur die Töne der eingestellten Tonleiter.

    Die Tonleiter stellt der Master: Sein Ring dreht durch Grundton und Tonleiter, und alle vier Stimmen folgen sofort. Was gegriffen wird, steht dabei immer auf dem Display — als Tasten auf der Klaviatur und mit Notennamen im richtigen Register. So lernen Kinder Noten nebenbei, beim Spielen.

    Original-Ansicht einer Stimme: dieselben Displays wie am gebauten Tisch. Beim Scrollen wandern beide Scheiben durch alle sechs Menüs
    Original-Ansicht des Masters: dasselbe Menü aus Sicht der Mitte. Der Master hält Tempo, Tonart und Musikrichtung für alle zusammen
    07Die Frage dahinter

    Was ist das beste
    Interface für Kinder
    ohne gemeinsame Sprache?

    Darum geht es hier im Kern. Nicht um ein Gerät, das man kaufen kann — sondern um eine Frage, auf die es noch keine gute Antwort gibt.

    Jede Entscheidung an diesem Instrument ist ein Versuch, sie zu beantworten. Warum rund und nicht eckig? Warum ein Ring statt Knöpfen? Wie wenig Schrift genügt auf dem Bildschirm? Das sind keine Geschmacksfragen. Jede davon lässt sich am Nachmittag überprüfen — an Kindern, die es zum ersten Mal in der Hand haben.

    Genau das tun wir in einer Langzeitstudie: Jede Erfahrung fließt direkt ins Interface ein und wird sofort wieder mit Kindern getestet. Möglich machen das Kooperationen mit dem Jugendclub Manege und der Gemeinschaftsunterkunft Sonnenallee — dieses und nächstes Jahr, mit Kindern, die noch keine gemeinsame Sprache sprechen.

    Was dabei herauskommt, sollen keine Verkaufszahlen sein, sondern Erkenntnisse, die andere nachbauen können: welche Form verstanden wird, welche Rückmeldung trägt, welche Geste jeder sofort begreift.

    Wer ein Instrument kauft, bekommt eine Anleitung: keinen Bauplan, keinen Blick ins Innere, keinen Zugang zum Code. TAMBUM geht den umgekehrten Weg. Es steht auf quelloffenen Bausteinen, sein Inneres lässt sich im Workshop öffnen und verstehen, und was die Jugendlichen beim Spielen zeigen, geht in die nächste Fassung.

    Das schließt nicht aus, dass daraus später ein Konzept oder ein käufliches Gerät wird. Es legt fest, wie der Zugang von Anfang an aussieht: Wer in Hamburg oder Wien vor derselben Gruppe steht, soll nicht bei null anfangen und soll widersprechen können, wenn etwas nicht stimmt.

    Ein Instrument, das erklärt werden muss, hat die Frage schon falsch beantwortet.

    Was geprüft wird

    Form, Rückmeldung, Zuordnung. Versteht ein Kind ohne Anleitung, was passiert, wenn es dreht?

    Woran es sich messen lässt

    Nicht daran, ob es beeindruckt — sondern ob vier Kinder, die sich nicht unterhalten können, gemeinsam etwas zustande bringen.

    Was offen bleibt

    Vieles. Ob die Form trägt, wenn die Gruppe größer wird. Ob es ohne Erwachsenen im Raum funktioniert. Ob es nach dem dritten Mal noch interessant ist.

    08 —
    Vorführung

    Noch nicht zu kaufen.
    Aber zu erleben.

    TAMBUM ist ein Versuchsaufbau — es gibt nichts zu bestellen. Was es gibt: Vorführungen und Workshops, die wir mitbringen. Zusehen ist nicht vorgesehen: Es klingt ab dem ersten Anschlag, und nach zehn Minuten haben die ersten Kinder ihren eigenen Loop aufgenommen.

    Und im Musikunterricht? Wer am Ring dreht, hört den Unterschied zwischen zwei Tonleitern, ohne ihre Namen zu kennen; wer eine Schicht dazulegt, verursacht Mehrstimmigkeit, bevor er das Wort dafür hat. Das ersetzt keinen Musikunterricht — es gibt ihm einen Gegenstand.

    Was ein Termin kostet, steht unten bei der Anfrage — dort lässt sich die Anfahrt gleich mitrechnen, während ihr das Formular ausfüllt.

    So kann ein Workshop aussehen

    Zwei mögliche Abläufe — die Zeiten sind Richtwerte und werden an Stundenplan und Gruppe angepasst.

    Werkstatt-Tag · zu zweit · 8:00 bis max. 15:00
    08:00Aufbau. Wir kommen eine Stunde früher — die Technik steht und läuft, bevor die Kinder da sind. 09:00Ankommen. TAMBUM steht spielbereit — erste Loops zum Reinhören, kurze Vorstellung. 09:15Woher TAMBUM kommt. Zwei Jahre Werkstatt in kurzer Form — und dann das Gerät selbst: fünf Scheiben, sechs Menüs, was jede davon tut. 10:00Wie ein Beat entsteht. Am Tisch gezeigt: Schlag für Schlag, Schicht für Schicht — und wie aus wenigen Tönen eine Melodie wird. 11:00Pause. Die Ohren ruhen sich aus. 11:15Beats bauen in Vierergruppen. Runden, Schichten, Musikrichtungen — jede Gruppe nimmt ihren eigenen Loop auf. 12:30Alles zusammen. Die Loops der Gruppen übereinander — ein Stück aus allem, was am Tag entstanden ist. 13:00Kleine Performance. Die Kinder zeigen den Erwachsenen, was entstanden ist. ab 13:30Offener Ausklang. Weiterspielen, vertiefen, Fragen — das Ende bestimmt ihr, bis spätestens 15:00. Abbau übernehmen wir.

    Die Lötübung — einen eigenen Sampler bauen — kommt auf Anfrage dazu. Sie braucht eineinhalb Stunden und tritt dann an die Stelle eines der Blöcke am Vormittag; welchen, sprechen wir vorher ab. Der Werkstatt-Tag kann einen AG-Tag ersetzen und wird als Ferienprogramm auf Wunsch auf eine ganze Woche ausgedehnt.

    Kompakte Vorführung · eine Person · 2–3 Stunden
    10:00Ankommen. Was ist TAMBUM — und warum kann man es bedienen, ohne zu lesen. 10:15Spielen in Vierergruppen. Je etwa 20 Minuten am Tisch, die Gruppe wechselt durch. 11:45Der gemeinsame Loop. Alle hören, was über den Vormittag entstanden ist. 12:00Fragen und Ausklang. Für Kinder — und für die Erwachsenen, die es genau wissen wollen.

    Mit bis zu drei TAMBUMs spielen zwölf Kinder gleichzeitig — dann entfällt das Durchwechseln fast ganz.

    Nicht nur Musikunterricht

    TAMBUM steht auf quelloffenen Bausteinen — fünf M5Stack Dials mit ESP32, programmiert in Arduino. Im Workshop lässt sich daran weiterbauen; für ältere Jugendliche wird dasselbe Gerät damit zum Gegenstand im Informatik- oder Technikunterricht.

    Mathematik

    Ein Rhythmus ist Bruchrechnung

    Das Raster teilt einen Takt in sechzehn Schritte. Wer eine Schicht dazulegt, hört sofort, ob die Rechnung aufgeht.

    Informatik

    Ein Modus ist eine Zustandsmaschine

    Sechs Zustände, ein Umschalter. Den Begriff lernt die Gruppe, nachdem sie das Gerät bedient hat — nicht davor.

    Technik

    Ein Klang ist eine Wellenform

    Drehgeber, Display, Mikrocontroller: Bauteile, die eine Schule nachkaufen kann und für die es Dokumentation gibt.

    Eingestellt wird ohne Programmieren: Ein Bedienfeld regelt Tempo, Grooves, die Belegung der Menüs und die Grafiken der Displays — und schickt die Änderung auf alle fünf Geräte, über Kabel oder über Funk. Im Workshop ist das die Brücke zwischen Ausprobieren und Programmieren.

    Drei Beispielworkshops zum Nachlesen

    Dieselbe Technik, drei Zuschnitte — je nachdem, welches Fach den Tag trägt. Die Unterlagen zeigen einen möglichen Ablauf mit Zeiten, Übungen und Anschluss an den Unterricht. Sie sind ein Beispiel, kein festes Programm: Was tatsächlich stattfindet, sprechen wir vorher ab.

    01 · Musik

    Einen Beat bauen

    Für den Musikunterricht ab Klasse 5. Eine Doppelstunde: Puls, Schichten, Aufnehmen, Tonleitern — erst der Klang, dann der Begriff.

    Ansehen Laden

    02 · Musik + Informatik

    Was passiert, wenn ich drehe?

    Fächerverbindend ab Klasse 8. Erst spielen, dann nachsehen: Zustände, Eingabe und Ausgabe — und eine Tonleiter, die man selbst ändert.

    Ansehen Laden

    03 · Informatik

    Ein Gerät, das man versteht

    Informatik und Technik ab Klasse 9. Mikrocontroller, eigene Displaymotive, KI als Werkzeug — und die Frage, wie man einen Vorschlag prüft.

    Ansehen Laden

    Die Unterlagen sind auf Deutsch. Der Quelltext von TAMBUM wird nicht herausgegeben — er ist Thema im Workshop und wird dort am Gerät in kleinen Übungen angepasst.

    09Fragen & Antworten

    Fragen
    und Antworten.

    Die häufigsten Fragen zum Projekt — ehrlich beantwortet, gemessen und nicht geschätzt. Fehlt deine? schreib uns.

    Was ist TAMBUM in einem Satz?

    Ein elektronisches Ensemble-Instrument für vier Kinder gleichzeitig: vier Stimmen außen — Bass, Akkorde, Flächen, Melodie — und in der Mitte der Master, der Tempo, Tonart und Musikrichtung für alle führt. Man lernt daran, Beats und Musik zu bauen: Klang wählen, aufnehmen, Schicht auf Schicht legen, mischen. Nicht durch Unterricht, sondern dadurch, dass man sofort hört, was man gerade getan hat.

    Für wen ist das gedacht?

    Für Gruppen, die keine gemeinsame Sprache brauchen sollen: Kinder ohne musikalische Vorbildung, sprachlich gemischte Klassen, offene Jugendarbeit. Der härteste Test sind Kinder unter acht — es funktioniert aber genauso mit Jugendlichen und Fachpublikum.

    Wie viele Kinder spielen gleichzeitig?

    Vier an einem Tisch — jede Stimme gehört einer Hand. Bei Vorführungen sind bis zu drei Tische möglich, die Gruppe wechselt durch; so kommt in einem Workshop-Tag die ganze Klasse ans Instrument.

    Kann man TAMBUM kaufen?

    Nein — TAMBUM wird nicht verkauft. Buchbar ist die Vorführung mit uns: wir kommen, bauen auf und bleiben dabei. Sollte sich das einmal ändern, steht es zuerst im Newsletter.

    Was kostet eine Vorführung?

    Ein ganzer Werkstatt-Tag zu zweit kostet ab 1.290 €, ein halber Tag mit einer Person ab 490 € — jeweils zzgl. Anfahrt. Bei Trägern der Jugendhilfe entfällt die Umsatzsteuer, bei Schulen im planmäßigen Unterricht ebenfalls — dann ist das der Endpreis. Sonst kommen 19 % hinzu; wir klären das vor dem Angebot. Die Anfahrt folgt einer festen Formel, die offen im Anfrage-Formular steht. Es gibt keine versteckten Posten: Was im Angebot steht, ist verbindlich.

    Kostenkalkulation anfragen

    Ein ausgefülltes Formular genügt — du bekommst eine Kalkulation mit Honorar und Anfahrt, ohne Verbindlichkeit.

    Was braucht der Raum?

    Eine Steckdose, etwas Platz drumherum und Stühle — am besten im Kreis um das Instrument. Einen Tisch braucht es nicht, TAMBUM ist selbst einer. Puks, Lautsprecher und Rechner bringen wir mit und bauen eine Stunde vor Beginn auf. Internet wird nicht gebraucht — alles läuft vor Ort.

    Was steht auf dem Tisch?

    Fünf gekaufte Dreh-Displays mit rundem Bildschirm, per USB an einem Rechner. Der Sockel ist aus Metall, die Platte darauf aus Holzwerkstoff. Grundlage der Knöpfe ist der quelloffene M5Stack Dial. Der Prototyp ist gebaut und spielt. Was es noch nicht gibt, ist eine eigene Platine und ein bestückter Akku.

    Knöpfe
    5 × M5Stack Dial · ESP32-S3
    Anzeige
    240 × 240 px, rund
    Verbindung
    USB hat Vorrang, WLAN ist eingebaut
    Klangerzeugung
    Ableton Live auf einem MacBook
    Wie schnell reagiert es?

    Die Töne gehen direkt vom Knopf an die Klangerzeugung. Das Vermittlungsprogramm hört nur mit, um Aufnahmen mitzuschreiben — es sitzt nicht im Tonweg. Daher der niedrige Wert.

    Finger → Note
    1,5 ms
    Bildrate
    36–43 Bilder/s
    Musikrichtung wechseln
    Millisekunden
    Aussetzer im Ton
    keine
    Welche Klänge stecken drin?

    Acht Musikrichtungen, jede mit eigenem Tempo, eigenen Klängen und eigenen Effekten. Vier Schlagwerk-Spuren und vier Instrumente, jede Spur mit 64 Plätzen.

    Richtungen
    HipHop 90 · House 124 · Techno 132 · Ambient 70
    Trap 140 · Funk 110 · Reggae 75 · DnB 174
    Spuren
    4 Schlagwerk + 4 Instrumente
    Klänge je Spur
    64
    Woher kommen die Bilder auf den Displays?

    Jeder Klang hat sein eigenes Bild. Keines davon ist ein Video — alle sind gerechnet, Bild für Bild. Dieselben Bilder laufen oben auf dieser Seite.

    Bilder
    64 in der Firmware
    Speicher
    ~600 KB Code statt mehrerer Megabyte Video
    Bei Ruhe
    steht das Bild still — Strom sparen
    Bei Berührung
    versetzen · ausweichen · verdichten
    Was gibt es noch nicht?

    Ehrlichkeitshalber, weil auf solchen Seiten sonst gern Pläne wie Wirklichkeit klingen. Gehäuse und Prototyp gibt es — das Instrument ist gebaut und spielt. Offen sind:

    Akku
    Ladekreis ab Werk vorhanden, nicht bestückt
    Loop-Spiel
    Ablauf steht, Spiel-Logik folgt
    Eigene Platine
    Plan für später
    10 —
    Anfrage

    Vorführung anfragen.

    Kein Vertrag, keine Verbindlichkeit — erst einmal nur die Frage, ob ein Termin passt.

    Was ein Termin kostet
    ab 490 €/ halber Tag, eine Person
    Ganzer Tag — zu zweit, das übliche Formatab 1.290 €
    Projektwoche — mehrere Tage am Stückauf Anfrage
    • Erst verstehen: woher TAMBUM kommt, wie das Gerät aufgebaut ist, wie ein Beat entsteht und eine einfache Melodie
    • Dann bauen: Beats in Vierergruppen — jede Gruppe nimmt ihren eigenen Loop auf
    • Zum Abschluss eine kleine Performance für die Erwachsenen
    • Aufbau, Betreuung während der ganzen Zeit, Abbau
    • Bis zu drei TAMBUMs gleichzeitig — jeder ist für höchstens vier Kinder ausgelegt
    • Auf Anfrage zusätzlich: einen eigenen Sampler bauen, mit kleiner Lötübung

    Alle Preise zzgl. Anfahrt. Bei Trägern der Kinder- und Jugendhilfe entfällt die Umsatzsteuer (§ 4 Nr. 25 UStG), bei Schulen im planmäßigen Unterricht — etwa einer AG über ein Halbjahr (§ 4 Nr. 21 b UStG, Bestätigung der Schule). Dann ist der genannte Preis zugleich der Endpreis. Sonst kommen 19 % hinzu; wir klären das vor dem Angebot. Ein halber Tag kostet nicht die Hälfte: Fahrt, Aufbau und Abbau bleiben gleich, nur die Zeit mit der Gruppe ist kürzer. Für Schulen und Jugendeinrichtungen mit knappem Budget: frag trotzdem — für Feldstandorte, an denen wir forschen dürfen, gibt es andere Konditionen.

    Ablauf
    1. Anfrage über das Formular hier — Einrichtung, Ort, Wunschtermin.
    2. Rückmeldung in der Regel innerhalb von zwei Werktagen, mit Angebot.
    3. Absprache zu Gruppengröße, Alter, Raum und Strom. Eine Steckdose und Stühle genügen — einen Tisch bringen wir mit.
    4. Termin — wir bauen eine Stunde vorher auf und bleiben die ganze Zeit dabei.

    Wo wir mitbeobachten, kommt eine kurze Einwilligung für Foto- und Videoaufnahmen dazu — freiwillig, und die Vorführung geht auch ohne.

    Wo soll TAMBUM hin?
    Mehr Angaben Termin, Gruppe, Budget
    Anfahrt optional — Kosten ausrechnen

    Das hier ist freiwillig — für die Anfrage braucht ihr nichts davon auszufüllen. Wer vorab wissen will, was die Fahrt kostet, tippt die Stadt ein: Gerechnet wird immer ab Berlin-Köpenick, 12555, vom selben Punkt aus, damit jede Anfrage dieselbe Grundlage hat.

    Wird die Stadt erkannt, setzt sich die Entfernung von selbst.
    0 €Anfahrt netto
    Wie sich die Anfahrt berechnet
    jede Entfernung, auch innerhalb Berlins0,30 € je km
    gezählt werdenHin- und Rückweg
    gerechnet abBerlin-Köpenick
    ab 250 km — oder ab 100 km bei Beginn vor 9 Uhr+ 90 € Übernachtung
    mehrere Tage am StückAnfahrt nur 1×

    Fahren ist Arbeitszeit — im Kilometersatz steckt nur das Auto. Deshalb ein zweiter, gestaffelter Posten:

    bis 50 kmnichts extra
    50 – 150 km75 €
    150 – 300 km150 €
    über 300 km225 €

    Wenn die Bahn günstiger ist als das Auto, fahre ich Bahn und rechne das Ticket 2. Klasse nach Beleg ab — dann wird es für euch billiger, nicht teurer. Bei Trägern der Jugendhilfe ohne Umsatzsteuer, sonst zzgl. 19 % USt. Bei mehreren Tagen fällt beides nur einmal an, deshalb sind weite Fahrten als Projektwoche deutlich günstiger als einzelne Tage. Beispiele: Berlin-Mitte ≈ 20 km → 12 € · Potsdam ≈ 45 km → 27 € · Leipzig ≈ 175 km → 255 € · Hamburg ≈ 305 km → 498 €.

    Geht direkt bei uns ein. Du bekommst sofort eine Bestätigung per Mail — und innerhalb von 48 Stunden eine persönliche Antwort.
    11 — Newsletter

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    Etwa einmal im Monat, und nur wenn es wirklich etwas gibt: neue Vorführungstermine, Fortschritt am Instrument, Ergebnisse aus dem Klassenraum — und die Nachricht, wenn TAMBUM tatsächlich zu kaufen ist.

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